Exploring what it means to be human, one story at a time.
Unschuld
Erinnern Sie sich an Lyrik?
Wir weilen nur eine kurze Zeit lang im Leben, zwischen Zeit und Ewigkeit, ohne Navigationsinstrumente, ohne Sextant und ohne Karte; wir leben im Kontext.
Es gibt keine spezifische Herausforderung, die wir zu unseren Lebzeiten bewältigen müssen, keine ausdrücklich empfohlene Art, unsere Tage zu verbringen, kein vorbestimmtes Schicksal; der freie Wille ist am Werk.
Es ist unsere privilegierte Pflicht, aus jeder verlockenden Möglichkeit jene zu wählen, die das Glück formen und die Fesseln lösen, die unsere Seelen in Elend und Leid gefangen halten.
Wir sind lediglich dafür verantwortlich, unser Eckchen der Welt ein wenig besser zu hinterlassen, als wir es vorgefunden haben – das ist alles; kein episches Unterfangen, kein Opfer, keine heroische Mission.
Mit winzigen Meißeln formen wir die Geschichte auf unendlich viele Arten, indem wir unbewusst die Masse des Nichts abtragen, um Zeitlinien und Ereignisse freizulegen.
Aus unseren Ambitionen, Wünschen, Gebeten, Bedürfnissen, Hoffnungen und unserer Neugier wird der Flickenteppich der Menschheit geduldig gewebt, der uns mit immer helleren Farben blendet, während wir an Weisheit gewinnen.
Sorge nagt manchmal an ihm, verdunkelt seine Muster, befleckt ihn mit Angst. Doch es gibt kein Monster unter dem Bett, kein drohendes Unheil; wir alle sind frei vor dem Angesicht Gottes, der Himmel steht offen und wir werden geliebt.
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